Rolf Schmid No10

2018 präsentiert Rolf Schmid sein zehntes Soloprogramm. Kaum ein anderer Kabarettist war in den letzten 25 Jahren so aktiv, so lange dauert sein Komikerleben schon. Und ein Ende ist nicht in Sicht, im Gegenteil: er legt einen Zahn zu und schaltet in den zehnten Gang. Sein klassisches Nummernkabarett ergänzt der Bündner neu mit rasanter Standup-Comedy. Und damit das auch alles so richtig eindrücklich auf die Bühne kommt, verstärkt die bekannte Schauspielerin und Regisseurin Bettina Dieterle das Team.
Die Nummern werden kurz. «Den meisten Nummern tut es gut, sie nach dem Schreiben zünftig «einzukochen». Wie Konfi. Die Langeweile verdampft, Unterhaltungswert und Pointendichte steigen», so Schmid. Keine Kompromisse macht Schmid hingegen, was die Inhalte angeht. Da entgegnet er simpel: «I mag eifach nid!» No10 beschert auch ein – von seinen Fans heiss erwartetes – Wiedersehen mit alten Bekannten: Der Töffahrer Willy findet sein Hirn in der Pathologie wieder und begegnet dem Bestatter, der Eisenwarenhändler Bruno behandelt seine Jodelallergie mit einer Jodeltinktur und «Beuteschema-Zappelphilipp», immer noch auf der Suche nach einer Frau, kauft sich eine Drohne, um seinen Horizont in der Nachbarschaft zu erweitern. Daneben beschäftigt sich Rolf Schmid mit vielen Fragen und Gedankenspielereien im Graubereich zwischen Nonsens und Genialität: Warum wird die Evolution so überbewertet und warum hat die Dummheit einen so schlechten Ruf? Warum sehen Männer den Dreck in der Wohnung nicht, aber im Auto jeden Fusel? Und wie löst man dieses Problem? Mit einer Genmanipulation oder reicht ein Besuch beim Optiker? Und wenn der Autoschlüssel nirgends ist, kann er überall sein, «nirgends»
und «überall» sind also Synonyme. Viel Witz, unzählige Wortspiele auf und schräge Gedanken zwischen den Zeilen, bekannte Figuren und auch ganz neue wie Don Benito der mafiose Taxifahrer aus St. Moritz.


 
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